Was soll das?

Nun ist es an der Zeit, einmal für einen Moment die wirklich tolle Idylle des Miteinanders bei uns im Waldkindergarten zu durchbrechen.

Ich habe heute beobachten müssen,wie sich Jäger mit dem Gewehr im Anschlag um ein Maisfeld herum postiert haben. Warum? Um das Schwarzwild, das sich in den Feldern aufhält, aus nächster Nähe erschießen zu können, sowie es in Panik aus dem Mais kommt, weil sich der Maishäcksler nähert.

Was soll das?

Argumentiert wird dann sofort mit Verkehrsschutz und dass sich die Wildschweinpopulation besorgniserregend erhöht hat. Von Schweinepest ist dann die Rede und von Schäden auf den Feldern. Geister, die ich rief? Wohin das Auge blickt: Maisfelder. In einigen Landstrichen kann man schon fast von Monokultur sprechen. Und wer wird durch die Maisfelder angelockt, frisst sich natürlich dick und rund und vermehrt sich deshalb sprunghaft? Richtig.

Dann ist gleichzeitig die Wehklage groß ob der Schäden, die das Wildschwein anrichtet.

Und was hat das noch mit traditioneller Jagd zu tun, wenn die Tiere direkt vor die Flinte aus den Feldern herausgejagt werden?

Ich verstehe diese Welt manchmal nicht mehr und fühle mich auch außerstande sie so den Kindern zu erklären. „ Beate, warum machen die das?“

Ja , warum? Ich weiss es selbst nicht.

Achtung vor der Schöpfung? Wohl kaum.

Das war‘s. Ein kurzer Zwischenruf.

Eure Waldtochter