Laterne, Laterne……

Eines der schönsten Feste im Waldkindergarten ist das Laternenfest. Vielleicht, weil die wunderbar leuchtenden Laternen besonders gut im Dunkel des Waldes wirken. Wie eine kleine Schar Glühwürmchen bewegt sich die Kindergruppe mit ihren Gästen durch den Wald und es ist eine ganz besondere Stimmung zu spüren. Ich glaube, auch Fuchs und Has‘ haben im Dickicht ihre Freude daran , wenn wir singend in der Dämmerung durch den Wald ziehen.

Nun aber heisst es erstmal Laternen  basteln. In diesem Jahr haben wir den Kindern einige Vorschläge gemacht, welche Art von Laterne sie basteln könnten. Wichtig ist uns dabei stets, dass die Kinder den größten Teil der Laterne selbst herstellen können und nur wenig Hilfestellung brauchen. Wir finden das schöner, als wenn Eltern oder Erzieher die Laterne basteln und das Kind wenig Eigenanteil daran haben darf.

Die Wahl der Kinder fiel, wie fast in jedem Jahr, auf die Luftballon-Kleister-Transparentpapier-Laterne. Wie ich finde, eine tolle Wahl, denn sie leuchten wirklich wunderschön!

Den improvisierten  Kittel aus einem Müllsack an und los gehts. Der Ballon wird aufgepustet und nun ordentlich Kleister darauf verteilen. Dann erfolgen drei bis vier Lagen kleingerissenes Transparentpapier. Gut glattstreichen und mit Kleister nicht sparen. Der erste Griff in den Kleistereimer kostet die Kinder manchmal etwas Überwindung, aber dann finden sie meist schnell Gefallen an der klebrigen Bastelei. Nun noch mit einem Namensschildchen versehen und ab über die Heizung oder den Ofen. Nach einigen Tagen wird der beklebte Ballon hart und wir schneiden das obere Drittel ab. Immer wieder finden die Kinder lustig, wenn sich dann der Ballon von den Innenwänden knisternd löst und sie ihn aus der Laterne herausholen können.

Mit Draht wird nun eine Vorrichtung geschaffen, an die der Laternenstab angebracht werden kann. In diesem Jahr gab es die Idee, diesen Draht noch mit Perlen oder kleinen Schleifchen zu schmücken. So ist eine richtige Edel-Variante unserer altbekannten Luftballonlaterne entstanden.

Wir singen im Vorfeld des Festes altbekannte oder auch neue Laternenlieder und überlegen gemeinsam, warum wir Laternenfest feiern. Da eines der Lieder vom Sankt Martin handelt, fanden wir schön, in Gedanken an ihn und seine gute Tat Lichter im Dunkeln anzuzünden und damit zu zeigen, wie schön wir es finden, bedürftigen Menschen zu helfen. So leuchten wir, sagten die Kinder, extra für den Sankt Martin und alle, die anderen Menschen helfen.

Zurück zu führen ist die Geschichte vom heiligen St. Martin auf den heiligen Martin von Tours, der Soldat der römischen Armee war. In einer kalten Winternacht soll es dann zu der legendenbildenden Begegnung zwischen ihm und einem in Lumpen gekleideten Bettler gekommen sein. Der Erzählung nach nahm er ohne zu zögern sein Schwert, teilte seinen eigenen warmen Mantel in zwei Teile und schenkte eine Hälfte dem Bettler. Später wurde er zum Bischof von Tours ernannt . Geboren wurde er 316 in Ungarn;  er starb im November 397.

Die Waldkinder spielen anlässlich des Laternenfestes diese Geschichte gern nach und schlüpfen in die Rollen von Martin, dem Bettler oder den Gänsen im Stall, die den zum Bischof berufenen mit ihrem lauten Geschnatter verrieten.

Die Laternenfeste und -umzüge zeugen noch von einer Zeit, in der es am Vortag von großen Festen häufig eine Lichterprozession gab. Es ist ein wunderbarer Brauch und wir pflegen ihn auch im Waldkindergarten, damit dem St. Martin viele bunte Lichter leuchten.

Eine schöne Laternenzeit wünscht Euch

Eure Waldtochter

 

„ Heute ist mein Tag der Erinnerungen“

Etwas weiches, etwas hartes, etwas stacheliges, etwas besonderes, etwas , das gut riecht…. Lang war die Liste der Dinge, die zwölf ehemalige Waldkindergarten-Kinder im Wald sammeln sollten an diesem wunderbaren, sonnigen Herbsttag im Deister.

Zweimal im Jahr laden wir die ehemaligen Kinder zu uns in den Wald ein, um ihren alten Kindergarten zu besuchen. Wir überlegen uns ein kleines Programm, aber selbst das könnten wir uns sparen. Beseelt von den Erinnerungen sind die Kinder einfach zufrieden damit, in  „ihrem Wald“ zu sein. Bekannte Plätze wiederzusehen, wieder einmal das Schnitzmesser in der Hand zu halten, am Lagerfeuer eine Kürbissuppe zu essen, den Waldgeräuschen zu lauschen… mehr braucht es nicht an diesem Tag.

Sie bekamen nach der Begrüssung eine Such-Liste und machten sich auf den Weg. Die „ Steinklippen“ und der „ Tannenwaldi“, dies waren die beiden Plätze, an die sie sich sofort erinnerten und die sie besuchen wollten. Unterwegs suchten sie emsig und verglichen, was ihnen noch fehlte.

Strahlender Sonnenschein begleitete uns und plötzlich spürte ich eine Kinderhand in meiner, genau wie früher, nur mit dem Unterschied, dass das ehemalige Waldkind nun schon die zweite Klasse besucht. Ich spürte eine innige Verbindung zu mir als Erzieherin und zur Natur, in der sie sich ganz selbstverständlich bewegten, so als seien sie mal wieder zuhause vorbei gekommen.

Was für ein Glücksgefühl, diese Kinder dabei zu beobachten, wie sie tief einatmen und sich zuhause fühlen. Wunderbar zu erleben, dass ihr Bezug zur Natur Wurzeln geschlagen hat in ihnen und die Arbeit im Wald mit ihnen sie geprägt hat.

Nachdem wir einen ausgedehnten Spaziergang zu den Plätzen ihrer Kindergartenzeit unternommen hatten, kamen wir wieder am Bauwagen an. Wir entzündeten ein Lagerfeuer und stärkten uns an Bratwürstchen, die wir auf Stöckchen spießten und einer wärmenden Kürbissuppe. Ich musste sie mehrmals zum Essen rufen, so beschäftigt waren sie mit dem Bau einer Seilbahn , dem Schnitzen oder Klettern. Ein Mädchen malte ein Bild und schenkte es dem Kindergarten.

Die kleinen Naturmaterialien, die sie mithilfe der Liste gesammelt hatten, legten sie gemeinsam zu einem Wald-Mandala zusammen.

Ein solcher Tag ist eine grossartige Bestätigung unserer Arbeit. Kinder brauchen die Natur, und nicht nur sie. Auch ihre Eltern die gegen Abend dazu kamen , äusserten ihr Empfinden so: “ Wie schön ist es, mal wieder hier zu sein“. Kleine Aus-Zeiten im Wald, ein Spaziergang durch die Feldmark, wenn wir das wirklich wollen, können wir alle es täglich in unser Leben einbauen. Die Stimmung im Wald, die veränderten Lichtverhältnisse, die Stille erleben, all das stärkt uns für unseren Alltag und setzt Glückshormone frei.

So auch heute  im Deister, als eines der Mädchen vor mir her ging und sich zu mir umdrehte: „ Heute ist mein Tag der Erinnerungen“, sagte sie mit einem Leuchten im Gesicht.

Bei mir auch.

Danke dafür.

Eure Waldtochter

 

 

 

Schöne Dinge- Mini Homestory Teil 1

Hallo liebe Leser,

in den vergangenen Tagen sind viele Besucher auf meinem Blog gewesen und das freut mich sehr. Es ist ja irgendwie ein wenig wie Tagebuch schreiben, in dem andere Menschen mitlesen. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass es da draussen in der Welt, wo auch immer, Menschen gibt, die ähnliche Ansichten haben wie ich, die schön finden, was ich schön finde. Die Interesse an der Waldpädagogik haben oder einfach nur die Liebe zur Natur teilen. Ich freue mich über jeden von Euch.

Was ich schreibe, kommt aus mir und von Herzen. Neulich las ich im Kundenmagazin einer großen Drogerie-Kette den Ausspruch eines Schauspielers und Kabarettisten: “ Ich bin kein Intellektueller, aber ich mache mir meine Gedanken“. Das hat mir gut gefallen und würde ich auch mir zuordnen können. Mir ist wichtig, dass ein Mensch sein Herz am rechten Fleck hat( aber bloss nicht rechts im Sinne von Politik! ) und über einen gesunden Menschenverstand verfügt. Da ist der Schulabschluss nebensächlich.

Ich habe festgestellt, dass Menschen, die sich regelmässig in der Natur aufhalten und bewegen, gesünder sind an Körper und Geist. Ich behaupte, dass das Grundproblem der Menschheit ist, dass sie sich zu weit von der Natur, von ihren Wurzeln entfernt hat und sich allzu viel mit Ersatztätigkeiten aufhält. Wir spüren nicht mehr immer, in was wir eigentlich eingebunden sind. Würden wir es spüren, wären wir nicht permanent damit beschäftigt, unsere Lebensgrundlage zu zerstören. Würden wir uns als Teil der Schöpfung begreifen, täten wir dies nicht. Ich bin politisch interessiert, nehme mein Grundrecht der freien Wahl auch wahr, weil ich es zu schätzen weiss, aber bin politisch aktiv lieber in meinem eigenen, kleinen Rahmen. Die Arbeit mit den Kindern im Wald ist mein Beitrag. Ich verbinde damit die Hoffnung, als Multiplikator tätig zu sein und es diesen kleinen Menschen zu ermöglichen, sich der Natur nah verbunden zu fühlen, auch in der Zukunft.

Nun wird es hier aber langsam zu philosophisch, das wollte ich eigentlich gar nicht. Ich wollte Euch eigentlich einen kleinen Eindruck geben , mit welchen Dingen ich mich zuhause gern umgebe und da findet man selbstverständlich auch häufig Elemente aus der Natur. Fundstücke aus dem Wald und natürlich Blumen. Ich habe fast immer Blumen zuhause oder einen Strauß aus Waldgräsern. Ich finde Selbstpflückfelder toll. Leider gibt es kaum noch welche in unserer Gegend, weil häufig gepflückt wurde ohne dafür zu zahlen. Eine Bäuerin sagte mir, es sei sehr viel Arbeit und wenn dann für einen großen Strauß Sonnenblumen lediglich ein Euro in die Kasse geworfen wird, lasse sie ihren Mann doch lieber wieder Weizen auf der Fläche anbauen. Wie schade.

Im Wohnzimmer hängt ein Plakat , das Niki de Saint Phalle gestaltet hat. Die Künstlerin ist leider schon verstorben; sie hatte eine enge Partnerschaft mit der Stadt Hannover und ihre Nanas haben es mir angetan.

Daneben gibt es eingerahmte Bilder, die meine Kinder gemalt haben, als sie klein waren. Oft kombiniere ich Fundstücke vom Sperrmüll oder Flohmarkt mit selbstgebautem oder gebasteltem. Nur Paletten, die kommen mir nicht in die Wohnung. Ich habe alles gern offen, so wie das Regal in der Küche und mag auch, wenn es dann ein bisschen kramig aussieht.

Die Zeit läuft in der Küche auf einer Wanduhr aus Glas , auf der ein Apfel thront und auf meinem Küchenkalender tummelt sich ein Igel kurz vor dem Winterschlaf.

Dann gibt es da noch meinen Meditier-Frosch , der sich zu zwei Damen mit Perlenkettchen gesellt hat.

Auf Schilder mit Sinnsprüchen stehe ich genauso wenig wie auf Wand-Tattoos. Ein Schild allerdings durfte in unser Badezimmer einziehen, da es mir liebe Freunde  geschenkt haben und es mich morgens freut, beim Zähneputzen darauf zu schauen.

Bald wird herbstliche Deko in unsere Wohnung einziehen, natürlich auch wieder mit ganz viel Natur! Bis dahin, macht es Euch kuschlig, es wird stürmisch in den nächsten Tagen!

Eure Waldtochter

Hier nun noch ein Link zu Niki de Saint Phalle und Hannover: https://www.visit-hannover.com/Sehenswürdigkeiten-Stadttouren/Sightseeing/Sehenswürdigkeiten/Nanas

Amanita muscaria- der Glücksbringer

Gerade kommen wir von einem kleinen Exkurs aus dem Deister und unsere Funde möchte ich Euch nicht vorenthalten: Fliegenpilze.

Amanita muscaria… was für ein wunderschöner Name für diese hochgiftige Schönheit.

Warum der giftige Pilz seit je her ein Glückssymbol ist, weiss man nicht genau. Vielleicht, weil ihm wegen seiner berauschenden Wirkung Zauberkräfte zugeschrieben wurden.Schamanen und Heilkundige nutzten sein Gift wohl dosiert als Heilmittel.

So oder so, er ist wunderschön anzusehen. Und schmackhaft für einige Waldbewohner scheint er zudem auch zu sein; fast alle Exemplare waren angefressen. So habe ich versucht sie von ihrer Schokoladenseite zu erwischen und sie haben sich gern in Szene setzen lassen.

Mittendrin im Tannenwald dann noch eine kleine Überraschung: ein Steinpilz. Eher selten entdeckt man ihn im Deister. Im gegenüber liegenden Höhenzug, dem Süntel, fand mein Opa vor 30 Jahren unzählige Exemplare. Stets in den frühen Morgenstunden, denn niemand sollte von seinen Fundstellen wissen. So hat er diese Geheimnisse mitgenommen nach seinem Tod und mir bleibt die Erinnerung an eine Köstlichkeit abends am Küchentisch der Großeltern. Pilze in der Pfanne angebraten, ein Butterbrot dazu, mehr brauchte es nicht. Vielleicht hatte dort meine Vorliebe für einfache Gerichte ihren Ursprung. Einfache, aber gute Zutaten und kein Chichi lenkt ab vom Geschmack.

Zurück zu den Fliegenpilzen. Vor einigen Tagen sahen die Waldkinder und ich einen eher unscheinbaren , braunen Pilz im Wald, der über und über mit Fliegen besetzt war. „ Das ist ein Fliegenpilz“, sagte eines der Kinder und ich freute mich über diese bestechende Logik. Mir ist nicht wichtig, dass die Waldkinder von Beginn an die Namen der Tiere, Pflanzen oder eben der Pilze kennen. Wichtiger ist mir ihre Wahrnehmung, ihre Fantasie. Da wird aus der großen Vogelmiere eine „ Sternblume“. So sieht sie aus und so nimmt sie das Kind wahr. Im letzten Jahr vor der Schule, dem „ Königsjahr“, sind sie dann wissbegierig und möchten die exakten botanischen Namen wissen. Dann verlassen sie die magische Welt, aber davon erzähle ich Euch ein anderes Mal.

Bis dahin,

Eure Waldtochter

PS. ….. zu guter letzt noch ein besonderes Exemplar, das wir gefunden haben. Wie auch immer es in den Tannenwald gelangte…. wer wurde damals eigentlich Weltmeister?

Erntedank im Wald

Reich gedeckt war unser Tisch im Waldkindergarten gestern beim Erntedankfest. „ Was habt Ihr mitgebracht? Wo wächst es? Was kann man damit machen?“ Die Kinder hatten verschiedene Ideen, wem man für die Ernte danken kann: Gott, dem Bauern, Mutter Erde…Die Waldkinder haben hierzu ihre ganz eigenen Ideen.

Eines der Kinder hatte sich im Gesicht mit Ornamenten geschmückt und sagte, sie wolle danken, dass es sie gibt. Und wem? „ Na, der Mutter Erde! Und Mama und Papa!“

Das ist es, was mich immer wieder in Staunen versetzt und glücklich macht. Die Kinder begreifen sich noch ganz intensiv als einen Teil des Ganzen, als Naturwesen . Ganz selbstverständlich lassen sie sich auf die Natur ein und fühlen sich eingebettet in den Kreislauf. Das ist ein großer Schatz und es liegt an uns Erwachsenen ihn zu hüten.

 

Die Kinder hatten beim Erntedank ihre Eltern , Geschwister und Großeltern eingeladen in den Wald zu kommen. Schon Tage vorher wurde im Spiel „ Waldsuppe“ gekocht. Nun waren sie emsig damit beschäftigt Kartoffeln, Möhren und Kürbis zu schneiden und auf dem Kocher entstand eine leckere Kürbissuppe für alle.

Ein Waldtheaterstück von der Zauberkartoffel wurde aufgeführt und Prinzessin Tausendschön musste dem Krokodil ihren rotbackigen Apfel wieder abluchsen.

 

Am Ende gab es noch ein  Fingerspiel, in dem es um das gemeinsame Handeln ging. Fünf Finger können nur zusammen einen Apfel heben, allein schafft es keiner von ihnen. Dem kleinsten der Finger fällt das ein , wie sinnbildlich erscheint mir das. Den Kindern genau zuhören, auch wenn wir häufig keine Zeit dafür haben im hektischen Alltag. Sie wissen mehr als wir glauben und stellen Zusammenhänge her, die ganz einfach und logisch sind. Ihre Wahrnehmung ist noch nicht gestört von allzu vielen Reizen, Einflüssen und Irritationen. Wir können eine Menge von ihnen lernen.

Erntedank ist eine gute Gelegenheit , mit den Kindern zu kommunizieren und sich auf ihre Gedanken einzulassen. Vielleicht ein paar Hagebutten im Wald „ ernten“ oder zusammen über das Stoppelfeld laufen um zu schauen, ob noch Kornähren dort liegen als Überbleibsel der Ernte.

Wir haben als Kinder noch in den 70er Jahren auf dem Kartoffelfeld gesessen , haben mit den abgetrockneten Kartoffelpflanzen ein kleines Lagerfeuer entfacht und nach Kartoffeln gesucht, die wir uns dann geröstet haben.  Wer kann sich auch noch erinnern an solche Momente am Stadtrand?

Ich wünsche Euch allen einen schönen Erntedank-Tag heute!

Eure Waldtochter

 

Die Liebe zur Natur habe ich weiter gegeben

Dies ist der Untersee bei Köln. Ein wirklich bezaubernder Platz, so beschreibt ihn zumindest mein älterer Sohn, und so gibt es auch das Foto wieder, das er mir vor einiger Zeit schickte. Eines von vielen, die ich von meinen beiden Kindern aus der Ferne ihrer Studienorte bekomme. Und ich stelle fest: meine Liebe und mein enger Bezug zur Natur hat auch bei ihnen Wurzeln geschlagen.

Neulich schrieb der Große mir, er stelle gerade fest, wie sehr er einen Bezug zur Natur hat, ohne selbst initiativ danach gesucht zu haben und dass die Sympathie für die Pflanzen- und Tierwelt durch mich entstanden sei. Mutter glücklich. Mehr geht nicht. Und gleichzeitig eine Aufforderung an alle Eltern: geht mit den Kindern raus, ein kleines Fleckchen Wildnis , in dem die Kinder ihre eigenen Sinneserfahrungen machen können, genügt. Sie müssen dafür nicht zwingend in den Naturentdeckerkurs gehen( zweifelsohne trotzdem eine tolle Sache!)

Geht gemeinsam mit ihnen, entdeckt gemeinsam und verbringt intensive Zeit mit ihnen in Wald und Wiese. Der Bezug zu allem, was lebt entsteht so ganz selbstverständlich. Über ihre Sinne , über das Riechen, Matschen, Fühlen, Lauschen werden sie alles begreifen und lieben lernen.

Die Äußerungen meines Sohnes sind Beleg dafür, dass diese Saat aufgeht und weiter gegeben wird. Ich bin sicher, auch seinen Kindern wird er später einmal diese Erlebnisse ermöglichen.

Nur das kann unser Weg sein in Zukunft. Die Kinder von heute lernen etwas lieben und werden es später schätzen und schützen, davon bin ich überzeugt.

Auch in der Arbeit im Waldkindergarten zeigt sich das immer wieder. Die Kinder entwickeln empathisches Verhalten gegenüber allem, was Mutter Natur ihnen zeigt.

” Mutter Erde sorgt für Dich,

Mutter Erde sorgt für mich,

Mutter Erde sorgt für uns, denn wir sind ihre Kinder…”

( Quelle:  ” Die Flüsse, sie fließen” , UNMADA Manfred Kindel )

So singen wir auf Wunsch der Kinder häufig morgens zur Begrüßung und man spürt , dass die Kinder beseelt davon sind und dies auch wirklich leben.

Und wenn nun mein Großer am Untersee sitzt oder der jüngere Sohn im Taunus unterwegs ist und mir seine Eindrücke unmittelbar schildert, dann ist dies eine Bestätigung und ein großes Glück.

Ich wünsche Euch viele solcher Glücksmomente.

Eure Waldtochter

 

 

Hallo Welt!

Mein Blog ist geboren!

Mal schauen, wie wir zwei miteinander klar kommen?.

Ich bin die Waldtochter. Die Natur ist meine Heimat, meine Kraft.Ich arbeite im Wald mit Kindern und auch in meiner Freizeit fühle ich mich nur komplett, wenn ich täglich nahen Kontakt zur Natur habe. Im Wald tanke ich auf, atme durch und hole mir Inspiration.

Ich möchte hier auf meinem Blog eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen schildern. Ich vertrete keine Institution oder Organisation. Das, was ich schreibe, ist meine eigene Meinung und Überzeugung, die natürlich nicht von jedem geteilt werden muss. Einzig Respekt hierfür wünsche ich mir.

Begleitet mich durch die Welt der Feen, Zwerge und Waldgeister. Geht mit mir gemeinsam durch die Jahreszeiten und staunt, was man alles mit den Schätzen aus der Natur machen kann.

Ich freue mich drauf!

Eure Waldtochter