Die Liebe zur Natur habe ich weiter gegeben

Dies ist der Untersee bei Köln. Ein wirklich bezaubernder Platz, so beschreibt ihn zumindest mein älterer Sohn, und so gibt es auch das Foto wieder, das er mir vor einiger Zeit schickte. Eines von vielen, die ich von meinen beiden Kindern aus der Ferne ihrer Studienorte bekomme. Und ich stelle fest: meine Liebe und mein enger Bezug zur Natur hat auch bei ihnen Wurzeln geschlagen.

Neulich schrieb der Große mir, er stelle gerade fest, wie sehr er einen Bezug zur Natur hat, ohne selbst initiativ danach gesucht zu haben und dass die Sympathie für die Pflanzen- und Tierwelt durch mich entstanden sei. Mutter glücklich. Mehr geht nicht. Und gleichzeitig eine Aufforderung an alle Eltern: geht mit den Kindern raus, ein kleines Fleckchen Wildnis , in dem die Kinder ihre eigenen Sinneserfahrungen machen können, genügt. Sie müssen dafür nicht zwingend in den Naturentdeckerkurs gehen( zweifelsohne trotzdem eine tolle Sache!)

Geht gemeinsam mit ihnen, entdeckt gemeinsam und verbringt intensive Zeit mit ihnen in Wald und Wiese. Der Bezug zu allem, was lebt entsteht so ganz selbstverständlich. Über ihre Sinne , über das Riechen, Matschen, Fühlen, Lauschen werden sie alles begreifen und lieben lernen.

Die Äußerungen meines Sohnes sind Beleg dafür, dass diese Saat aufgeht und weiter gegeben wird. Ich bin sicher, auch seinen Kindern wird er später einmal diese Erlebnisse ermöglichen.

Nur das kann unser Weg sein in Zukunft. Die Kinder von heute lernen etwas lieben und werden es später schätzen und schützen, davon bin ich überzeugt.

Auch in der Arbeit im Waldkindergarten zeigt sich das immer wieder. Die Kinder entwickeln empathisches Verhalten gegenüber allem, was Mutter Natur ihnen zeigt.

” Mutter Erde sorgt für Dich,

Mutter Erde sorgt für mich,

Mutter Erde sorgt für uns, denn wir sind ihre Kinder…”

( Quelle:  ” Die Flüsse, sie fließen” , UNMADA Manfred Kindel )

So singen wir auf Wunsch der Kinder häufig morgens zur Begrüßung und man spürt , dass die Kinder beseelt davon sind und dies auch wirklich leben.

Und wenn nun mein Großer am Untersee sitzt oder der jüngere Sohn im Taunus unterwegs ist und mir seine Eindrücke unmittelbar schildert, dann ist dies eine Bestätigung und ein großes Glück.

Ich wünsche Euch viele solcher Glücksmomente.

Eure Waldtochter