Küchenkram: Brotaufstrich selbstgemacht

Hallo, liebe Blog-Besucher!

In den vergangenen Tagen haben wir meine Söhne in ihren Studienorten besucht und ich freue mich sehr darüber zu sehen, dass dort in Köln und Frankfurt mittlerweile auch ihre Lebensmittelpunkte entstanden sind.

Im Zeitraffer bekam ich jeweils für einen Tag einen Eindruck davon , wo sie leben, studieren und arbeiten, wer ihre Freunde sind, welches die Lieblingskneipe ist, von wo man am besten die Frankfurter Skyline sehen kann, wie schön der Kölner Grüngürtel ist, dass es im Kebab-Land unvergleichlich gut schmeckt und vieles mehr.

Da blieb natürlich nicht viel Zeit für‘s bloggen und: ich habe es tatsächlich vermisst.

Hier stürmt es mittlerweile ganz ordentlich und in vielen Teilen des Nordens lag für einige Tage der Bahnverkehr lahm.

Zeit also, es sich zuhause gemütlich zu machen und das erste Mal in diesem Herbst den Kerzenleuchter zu aktivieren. Er war ursprünglich schwarz; ich habe ihn von einer Freundin geschenkt bekommen. Ich liebe weiss , habe ihm deshalb ein Facelifting verpasst und ich finde, mit den roten Kerzen strahlt er richtig um die Wette. Vielleicht hat das schon einen Touch von Vorweihnachten, aber er wird auf jeden Fall noch mehrmals umdekoriert. Er wird Euch ganz sicher noch häufiger begegnen.

Nun habe ich heute in der Vorratskammer ein Glas getrocknete Tomaten gefunden. Da ich sehr gern vegetarische Brotaufstriche esse, habe ich nun selbst einen kreiert.

Dazu habe ich genommen:

– getrocknete Tomaten

-etwas Frischkäse

-Zwiebeln und Knoblauch , gehackt

-Sonnenblumenkerne, ohne Fett in der Pfanne geröstet

-Salz, Pfeffer, Gewürzmischung.

Ich mache ganz bewusst keine Mengenangaben, da das jeder von Euch nach Geschmack variieren kann.

Die Zutaten habe ich in einer kleinen Küchenmaschine miteinander vermengt und zerkleinert. Nun noch abschmecken, in ein Schraubglas füllen und fertig ist ein leckerer Brotaufstrich.

Ab und zu bekommt Ihr zukünftig einen Beitrag in der Kategorie „Küchenkram“ und ich bin gespannt, welche Variationen Euch zu den Rezepten einfallen.

Vorhin haben wir den Kerzenleuchter aufgehängt und die Bohrmaschine nicht gleich wieder an ihren Platz geräumt. Kater Kalle kam kurz darauf nachhause vom Um -die -Häuser-ziehen und musste feststellen, dass sein  Lieblingsplatz auf dem roten Cordsessel belegt ist. So musste er sich mit der liegengebliebenen merkwürdigen Maschine arrangieren. Kein Problem!

Ich wünsche Euch ein schönes Herbst-Wochenende!

Eure Waldtochter

 

Endlich Kürbiszeit!

Wie habe ich schon sehnlichst auf die Kürbiszeit gewartet! Aber nun ist es ja soweit und heute gab es auch gleich die erste Kürbis-Suppe bei uns. Bei uns? Wer wir sind, das möchte ich Euch bei der Gelegenheit einmal vorstellen.

Wir, das sind mein Mann und ich sowie der Mischlingshund Klaus und der Kater Kalle aus Malle.

Wir leben gemeinsam in einem kleinen Dorf zwischen Deister und Süntel im Gebäude einer alten Stuhlfabrik. Die Stuhlindustrie hier im Deister-Sünteltal erlebte ihre Blüte um 1900. Leider gaben die meisten der ansässigen Fabriken in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf und auch die Bahnlinie, die die Dörfer miteinander verband, wurde stillgelegt. Wenn Ihr dazu mehr Geschichtliches erfahren möchtet, empfehle ich Euch einen Besuch im Stuhlmuseum. Den Link hierzu füge ich am Ende des Beitrags ein.

Auf jeden Fall ist es etwas besonderes, in solch einem geschichtsträchtigen Gebäude zu leben. Manchmal stelle ich mir die Betriebsamkeit vor, mit der hier in den alten Backsteinmauern früher Qualitätsmöbel hergestellt wurden.

Nun aber zurück zur Kürbissuppe. Ich verwende hierfür gern Hokkaido oder Butternut, aber auch andere Kürbissorten eignen sich hervorragend.

Mein Rezept: ( für ca. 4 Personen)

– 1 Kürbis ( Hokkaido oder Butternut z.B.)

-3-4 Kartoffeln

-3-4 Möhren

-1 Zwiebel

-ca.750ml Gemüsebrühe

-etwas frische Petersilie

– etwas Butter

-Salz & Pfeffer

– evtl. Sahne zum Verfeinern

-ein wenig Kürbiskernöl.

Zubereitung:

Die Zwiebel würfeln, den Kürbis grob kleinschneiden.( beim Hokkaido mit Schale, der Butternut hingegen müsste geschält werden). Die Möhren in Scheiben schneiden und die Kartoffeln würfeln.

Nun die Zwiebel in einem großen Topf anschwitzen, das Gemüse dazugeben und ebenfalls mit andünsten.

Als nächstes die Brühe dazu gießen, kurz aufkochen, mit Salz und Pfeffer würzen und auf mittlerer Hitze ca. eine halbe Stunde köcheln. Anschliessend mit einem Kartoffelstampfer grob pürieren. Wer es noch feiner mag, nimmt den Pürierstab. Allerdings mag ich diese Konstistenz nicht so gern; es erinnert eher an Babynahrung aus dem Gläschen.

Nun auf die Teller damit und mit einigen Tropfen Kürbiskernöl und / oder einem Schuß Sahne oder Kokosmilch verfeinern. Petersilie hacken und darüberstreuen… Guten Appetit!

 

Wir haben es uns grad schmecken lassen! Meine Waldkinder und ihre Familien werden am Freitag beim Erntedankfest im Waldkindergarten ebenfalls in den Genuß kommen. Darauf freue ich mich schon und werde Euch davon erzählen.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim gemeinsamen Nachkochen  und Genießen!

Liebe Grüsse,

Eure Waldtochter

Hier nun noch der Link zum Stuhlmuseum sowie ein Buchtip zum Thema Eisenbahn im Deister-Sünteltal:

Stuhlmuseum Eimbeckhausen